Winterabdeckung fürs Grab: wann und wie
Eine Abdeckung mit Tannenzweigen schützt die Grabbepflanzung durch den Winter. Wichtig ist der richtige Zeitpunkt: Zu früh schadet sie mehr, als sie nützt.
Wozu ist die Winterabdeckung gut?
Tannengrün schützt weniger vor Kälte als vor Wintersonne und Austrocknung. Scheint die Sonne auf gefrorenen Boden, verdunsten immergrüne Pflanzen wie Bodendecker oder kleine Gehölze Wasser, das sie aus der gefrorenen Erde nicht nachholen können. Die Zweige spenden Schatten, halten Wind ab und verhindern, dass der Boden ständig friert und taut. Außerdem sieht das Grab auch im Winter gepflegt aus.
Der richtige Zeitpunkt
Decken Sie erst ab, wenn die ersten Nachtfröste da sind. In Frankfurt ist das meist Mitte bis Ende November. Liegen die Zweige zu früh auf feuchter, warmer Erde, fangen Pflanzen an zu faulen, und Mäuse finden ein bequemes Winterquartier.
So gehen Sie vor
- Abräumen: Verblühte Sommer- und Herbstblumen, Laub und Unkraut entfernen. Bodendecker und Stauden bleiben stehen.
- Gießen: War der Herbst trocken, das Grab vorher noch einmal gründlich wässern.
- Zweige wählen: Nordmanntanne oder Edeltanne (Nobilis) halten ihre Nadeln den ganzen Winter. Fichte nadelt schnell.
- Auflegen: Die Zweige wie Dachziegel überlappend legen, am Fußende beginnen und zum Grabstein hin arbeiten. So liegen die Schnittstellen verdeckt und das Wasser läuft ab.
- Nicht zu dick: Eine Lage reicht. Luft und Regen sollen noch durchkommen.
- Schmuck ergänzen: Zapfen, Moos, Hagebutten oder ein Gesteck machen das Grab für Totensonntag und Advent festlich.
Beachten Sie die Friedhofsordnung Ihres Friedhofs. Dort steht manchmal, welcher Grabschmuck erlaubt ist und wann Gestecke wieder abgeräumt werden müssen.
Im Frühjahr: Abdeckung abnehmen
Im März, wenn keine starken Fröste mehr kommen, nehmen Sie die Zweige ab, am besten in zwei Schritten und an einem bedeckten Tag. Danach lockern Sie die Erde, schneiden Erfrorenes zurück und bereiten das Grab auf die Frühjahrsbepflanzung vor.
Wenn Sie es nicht selbst schaffen
Wer weiter weg wohnt oder im November nicht zum Friedhof kommt, kann die Winterabdeckung abgeben. In den Abos von Stillgrün ist die Winterabdeckung mit Tannengrün im November enthalten, mit Fotos nach dem Besuch.
Häufige Fragen
Wann deckt man ein Grab im Winter ab?
Wenn die ersten Nachtfröste kommen. In Frankfurt ist das meist Mitte bis Ende November. Viele legen das Tannengrün um Totensonntag auf.
Welche Zweige eignen sich für die Grababdeckung?
Am besten Nordmanntanne oder Edeltanne (Nobilis). Die Nadeln halten lange, und die Zweige sehen den ganzen Winter ordentlich aus. Fichtenzweige verlieren schnell ihre Nadeln.
Wann nimmt man die Winterabdeckung wieder ab?
Im März, wenn keine starken Fröste mehr zu erwarten sind. Am besten nach und nach und an einem bedeckten Tag, damit sich die Pflanzen langsam wieder an Licht und Sonne gewöhnen.
Muss man ein Grab im Winter gießen?
Ja, an frostfreien Tagen, wenn es länger trocken war. Immergrüne Pflanzen verdunsten auch im Winter Wasser. Bei gefrorenem Boden können sie es nicht aufnehmen und vertrocknen.
Mehr Tipps finden Sie im Ratgeber.